Ein Rad ( oft auch als Komplettrad bezeichnet ) ist das fertige Endprodukt, das direkt am Fahrzeug montiert wird.
Es besteht aus zwei Hauptkomponenten: der Felge und dem Reifen.
Hier ist die genaue Unterscheidung und worauf du achten musst:
Die Komponenten: Rad vs Felge vs Reifen
- Die Felge: Das ist das stabile Skelett aus Metall ( meist Stahl oder Aluminium ). Sie hält den Reifen in Form und stellt über die Radbolzen die Verbindung zum Fahrzeug her.
- Der Reifen: Das ist der Gummimantel, der auf der Felge aufgezogen wird. Er sorgt für die Haftung auf der Straße und dämpft Unebenheiten ab.
- Das Rad: Erst wenn Reifen und Felge fachgerecht montiert und meist auch ausgewuchtet sind, spricht man von einem Rad. Ohne Felge ist der Reifen nur ein Gummiring; ohne Reifen ist die Felge nur ein Metallkörper.
Es reicht nicht aus, wenn nur die Reifengröße stimmt.
Die gesamte Rad-Reifenkombination muss für das spezifische Fahrzeugmodell freigegeben sein. Das bedeutet:
Die Felgenmaße (Breite, Durchmesser, Einpresstiefe und Lochkreis) müssen exakt zum Fahrzeug passen.
Die Reifenmaße müssen mit der Felge und den Radhaus-Maßen harmonieren.
3. Rechtliche Grundlagen und Sicherheit
Werden Räder montiert, die nicht ab Werk für das Auto vorgesehen sind (Zubehörfelgen), ist Vorsicht geboten. Selbst wenn das Rad mechanisch passt, erlischt ohne gültige Zulassung die Betriebserlaubnis:
Zulassungspapiere: In der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) steht oft nur noch eine Standardgröße. Weitere erlaubte Kombinationen finden sich im CoC-Papier (Certificate of Conformity) des Herstellers.
Nachweise: Für Sonderräder benötigst du entweder eine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis), die du im Original mitführen musst, oder ein Teilegutachten.
- Abnahme: Bei einem Teilegutachten ist der Gang zum Sachverständigen (z. B. TÜV, DEKRA) Pflicht. Die ordnungsgemäße Montage wird dort geprüft und anschließend in die Fahrzeugpapiere eingetragen.
